Tipps für eBay-Verkäufer

Schon seit vielen Jahren bietet das Internet eine grosse Plattform für An- und Verkäufe jeglicher Art. Fast täglich kommen neue Online-Shops hinzu, die ihre Waren aus aller Welt zum Kauf anbieten. Eine der beliebtesten Plattformen für Verkäufer - egal ob gewerblicher oder privater Art - ist eBay. In diesem Online-Auktionshaus gibt es "nichts, was man nicht findet" - so behauptet man.

Das Verkaufen bei eBay gestaltet sich denkbar leicht. Ein Online-Verkaufsformular, in dem man z. B. die Artikelbeschreibung, den Startpreis, die Versandkosten etc. festhält, führt den Verkäufer in spe Schritt für Schritt durch den “Einstellprozess“ des Artikels.

Dabei gibt es jedoch so einige Tricks, um seine Ware in Richtung Höchstgebote zu pushen. Schon beim Einstellen des Artikels sollte man eine attraktive Startzeit, bzw. ein gut frequentiertes Auktionsende auswählen. Untersuchungen haben ergeben, dass passionierte eBayer eher in den Abendstunden oder aber auch am Wochenende, bzw. an Feiertagen auf Online-Schnäppchen-Suche sind. Gegen einen geringen Gebühren-Aufpreis kann man den Startbeginn seiner Auktionen in einen entsprechend attraktiven Zeitrahmen fallen lassen.

Ob Interesse an einem Artikel besteht, entscheidet sich bei eBay sehr häufig schon nach wenigen Sekunden. Daher ist es wichtig, eine ansprechende und informative Artikelbeschreibung auszuwählen. Anstatt zu einem "Schmuck-Set Silber mit Steinen - nur wenige Mal getragen" sollte man eher zu einem "925er-Silber-Schmuckset mit echten Edelsteinen - neuwertig" greifen. Eine positive und wertige Ausdrucksweise ist dabei von Vorteil. Banal klingende Artikel erreichen in der Regel eher wenigere "Klicks" und unter Umständen geringere Auktionserlöse.

Gegen zusätzliche Gebühren bietet eBay weitere visuelle Aufmacher an, wie z.B. den Fettdruck, das Highlighten des Artikels in der Artikelliste, den Untertext um mit zusätzlichen Produkt-Features oder Vorteilen zu werben, dem Galeriebild mit Groß-Zoom etc. Achtung: alle dafür anfallenden Gebühren sollte man in seine Wunsch-Profit-Rechnung bereits einfliessen lassen! Bei eher geringeren Verkaufserträgen lohnen sich gewisse Angebots-Highlighter unter Umständen nicht.

Ist die Neugierde des potentiellen Käufers erstmals geweckt, folgt der Klick in das Artikelangebot. Grundsätzlich verkaufen sich eBay-Artikel mit einem guten und ggf. einem zweiten oder sogar dritten Detail-Foto um einiges besser. Wem macht es schon Spass, einen Artikel auf zu dunkel geratenen Bildern nur zu erahnen oder viel Geld für Ware auszugeben, bei der Details nicht erkennbar sind?

Scheinbar beliebt ist auch die Verwendung von Bildern fremder Webseiten, z.B. CD-Covern, Laptop-Bildern etc. aber hier ist Vorsicht geboten! Das Nutzen solcher Bilder unterliegt oft einem Copyright, d.h. die private Weiternutzung solcher Bilder ist strafbar und kann sehr teuer werden!

Haben Sie ein Augenmerk auf die Artikelbeschreibung

Bei der Artikelbeschreibung ist dann ein wenig "Fingerspitzengefühl" gefragt. Sie sollte informativ sein und die wesentlich Produkteigenschaften aufführen. Gerne auch etwas (be)werbend, aber unwichtige Floskeln sollten eher vermieden werden. Schliesslich hat niemand Lust, sich aus ellenlangen Texten die für ihn wesentlichen Daten herauszulesen.

Um spätere Quereleien zu vermeiden, sollte man aber unbedingt bei der Wahrheit bleiben und den Artikelzustand wahrheitsgemäss beschreiben! Unzufriedene Käufer bewerten in der Regel schlecht und schlechte Bewertungen verderben häufig lukrative Auktionen in der Zukunft.

Bei teureren Artikeln sollte man auf eBay gerne auch den Neupreis erwähnen, da sich ursprüngliche Anschaffungspreise meist nur schlecht erahnen lassen. Für Ware, die schon damals hochpreisig war, sind eBayer in der Regel bereit, auch um einiges mehr zu bieten.

Falls mehrere Artikel gleichzeitig eingestellt werden, lohnt sich der Verweis auf seine weiteren Auktionen und einen eventuellen Versandrabatt. Schon oft wurde auf eBay gerne mal ein weiterer Artikel impulsiv dazugekauft.

Verwenden Sie transparente Versandkosten

Bezüglich der Versandkosten sollte man sich im Vorfeld jedoch schon gut informieren. Nachfolgende Versandkostenerhöhungen sind nämlich unzulässig und vage Auskünfte über Portogebühren nur wenig "geschäftsfördernd".

Gerade bei teureren Artikeln auf eBay lohnt es sich den versicherten Versand, z.B. per Post- oder Hermes-Paket anzubieten. So ist die Ware bis zu einem gewissen Wert versichert, der Versandstatus kann online mitverfolgt werden und man haftet nicht persönlich, falls doch mal etwas nicht ankommen sollte. In Einzelfällen passiert es leider doch, dass nicht seriöse Käufer den Erhalt der Ware abstreiten. So lässt sich bei der versicherten Versandmethode gegenteiliges leicht nachweisen.

Als Privatverkäufer sollte man im übrigen grundsätzlich erwähnen, dass die Ware vom Umtausch und von der Rücknahme ausgeschlossen ist. Andernfalls kann es für die Privatperson aufgrund von Mehrfachversand etc. zu einem finanziellen Nachteil kommen. Zudem müssen diesen Service ausschliesslich gewerbliche Verkäufer bei eBay anbieten. Stichwort Widerrufsrecht.

Etwas Vorsicht sollte bei eBay bei der Wahl des Startpreises gegeben sein. Bei vielen Artikeln, zum Beispiel Handys, katapultiert sich der Startpreis von 1 Euro automatisch durch viele Interessenten in die Höhe. Manchmal bedarf es allerdins auch eines Quentchen Glücks von den richtigen "Mitstreitern" entdeckt zu werden. So sollte man im Zweifelsfall den Startpreis lieber gleich etwas höher ansetzen. Wer nicht will, dass sein Artikel unter Umständen für einen Euro versteigert wird - und letztlich ist der Endpreis immer bindend! - sollte trotz höherer Einstellgebühren lieber auf Nummer sicher gehen.

Grundsätzlich hat man bei eBay auch die Möglichkeit zu einer höheren Angebotsgebühr zum Festpreis zu verkaufen. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass 1-Euro-Auktionen in der Regel mehr Mitbieter anlocken, als solche mit höheren Einstiegsgeboten. Und oft fiel bei solchen Auktionen der Auktionspreis sogar höher aus, als bei vergleichbaren oder sogar identischen Angeboten mit Festpreis.

Verwenden Sie Synonyme

Da es bei eBay für Interessenten auch möglich ist, in der Artikelbeschreibung selbst nach Schlagworten zu suchen, lohnt es sich dort eventuell einige Synonyme einzubringen. Bei einem Marken-Pullover im modernen Animal Print, können auch Schlüsselwörter wie Leo und Zebra - ebenfalls häufige Suchwörter bei eBay - mit eingebunden werden. So wird der eingestellte Artikel eventuell von weiteren eBayern lokalisiert.

Häufig sieht man bei eBay auch Angebote, die an einer üppigen Aufmachung nicht missen lassen. Eingebaute Clip Arts oder vor-thematisierte eBay-Vorlagen - gerne, für alle die Zeit und Lust haben. Allerdings sollte man dabei beachten, dass das Layout auch zum angebotenen Artikel passt. Eine Herzchen-Girlande mit blinkenden Lichtern könnte dem Angebot für eine Digital-Kamera unter Umständen die Seriösität nehmen.

Das A und O bei laufenden eBay-Auktionen ist sicherlich auch das regelmässige Checken von Email-Anfragen. Bleiben Detail-Fragen unbeantwortet, verliert ein potentieller Mitbieter schnell das Interesse. Die Antworten auf solche Fragen, können für alle anderen Interessenten auch gleich online im Artikelangebot sichtbar gemacht werden. Ein freundlicher und vertrauensvoller Kontakt kann zudem auch geschäftsfördend wirken.

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